Staatspreis für Technologie 2027 ausgeschrieben
Gesucht werden Vorhaben in den Kategorien „Mobilitätstechnologien“, „Schlüsseltechnologien“ sowie „Innovationskultur in Technologieunternehmen“
Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) hat den Staatspreis für Technologie 2027 ausgeschrieben. Dieser Preis ist die höchste Auszeichnung, die der Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur für bahnbrechende und zukunftsweisende Lösungen aus Österreich verleiht.
„Innovation entsteht dort, wo Menschen den Mut haben, neue Wege zu gehen, und den Weitblick, dabei das große Ganze im Auge zu behalten. Gerade angesichts globaler Herausforderungen wie Klimakrise und digitalem Wandel brauchen wir Unternehmen und kluge Köpfe, die mit Expertise und Engagement Lösungen entwickeln, von denen alle profitieren. Der Staatspreis Technologie holt genau diese Pionierinnen und Pioniere vor den Vorhang. Ich freue mich auf viele zukunftsweisende Einreichungen, die den Innovationsstandort Österreich stärken, gute Arbeitsplätze sichern und unser Land gemeinsam weiterbringen“, so Innovationsminister Peter Hanke.
„Der Staatspreis für Technologie zeigt, was Forschung in Österreich bewirkt. Aus mutigen Ideen entstehen neue Produkte, Verfahren und Märkte. Genau diesen Weg begleitet die FFG – von der ersten Idee bis zur Marktreife. Für den Staatspreis Technologie suchen wir Mobilitäts- und Schlüsseltechnologien mit Vorbildwirkung, die zeigen, wie Österreich die Zukunft gestaltet“, sagt Karin Tausz, Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG.
Was wird gesucht?
Innovative und zukunftsweisende Vorhaben, durch die sich Österreich im internationalen Vergleich abhebt. Die Einreichungen überzeugen mit durchdachten Konzepten und liefern passende Antworten, um einen gerechten Übergang in eine klimaneutrale Zukunft zu ermöglichen. Forschung und Technologien sollen in den Alltag einfließen, damit Gesellschaft und Wirtschaft davon profitieren und Österreichs Wettbewerbsfähigkeit gestärkt wird. Zudem werden Beiträge gesucht, die eine betriebliche Innovationskultur schaffen, Kreativität fördern und zur Mitgestaltung ermutigen.
Kategorie 1: Mobilitätstechnologien
In dieser Kategorie steht die Entwicklung und Erforschung von nachhaltigen, klimaneutralen und intelligenten Mobilitätstechnologien im Mittelpunkt. Ziel ist es, innovative Lösungen voranzutreiben, die eine nachhaltige und klimaneutrale Mobilität ermöglichen und zugleich Ressourcen- und Energieeffizienz sowie Inklusion im Verkehr verbessern.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Erforschung effizienter Batterietechnologien, Wasserstoffbrennstoffzellen und der dazugehörigen Energieversorgung, um die Elektromobilität und alternative Antriebe voranzutreiben. Ebenso stehen Technologien für vernetzte und automatisierte Fahrzeuge im Fokus, die eine bedarfsgerechte, inklusive und effiziente Mobilität ermöglichen. Die Integration verschiedener Verkehrsträger in multimodalen Mobilitätskonzepten zielt darauf ab, eine umweltfreundliche und effiziente Mobilität zu gewährleisten. Darüber hinaus wird in der Materialforschung an leichten und kreislauffähigen Materialien gearbeitet, um den Ressourcen- und Energieverbrauch von Fahrzeugen zu senken.
In der Kategorie „Mobilitätstechnologien“ sind Prototypen, Ergebnisse aus der angewandten Forschung sowie Innovationen gefragt, die den Weg von der Forschung in die Praxis beschleunigen oder die europäische Zusammenarbeit stärken.
Kategorie 2: Schlüsseltechnologien
Der Staatspreis Technologie honoriert in dieser Kategorie insbesondere Vorhaben mit Vorbildwirkung in den folgenden fünf Schüsseltechnologien, die von besonderer Bedeutung für das Industrieland Österreich sind:
- Künstliche Intelligenz (KI) und Dateninnovationen
- Chips, elektronische Komponenten und Systeme
- Fortgeschrittene Produktionstechnologien und Robotik
- Quantentechnologien und Photonik
- Fortgeschrittene Werkstoffe
Schlüsseltechnologien verändern Wirtschaft und Gesellschaft – mit weitreichenden Chancen und Herausforderungen. Ausgezeichnet werden Projekte, die diese Technologien zur Lösung drängender gesellschaftlicher Aufgaben einsetzen und dabei international wettbewerbsfähig sind bzw. neue Märkte eröffnen.
In der Kategorie „Schlüsseltechnologien“ können Prototypen oder Projektergebnisse aus der angewandten Forschung eingereicht werden oder Innovationen, die den Transfer von der Forschung in die Anwendung beschleunigen oder die europäische Zusammenarbeit verstärken.
Kategorie 3: Innovationskultur in Technologieunternehmen
Im Mittelpunkt dieser Kategorie steht Innovationskultur als strategischer Erfolgsfaktor, der Technologieunternehmen langfristig wettbewerbsfähig und innovationsstark macht. Neues entsteht oft dort, wo unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Fähigkeiten zusammenkommen. Vielfältige Teams und Prozesse, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv mitgestalten können, helfen dabei, blinde Flecken zu erkennen. So entstehen Lösungen, die nicht nur technologisch überzeugen, sondern auch gesellschaftlich relevant und marktgerecht sind. Weil sie unterschiedliche Lebensrealitäten berücksichtigen, sind sie breiter anwendbar und kommen mehr Menschen zugute.
Beim Staatspreis Technologie würdigt das BMIMI daher nicht nur das Ergebnis, sondern auch den Weg dorthin: eine Innovationskultur, die Wertschätzung lebt, für junge Talente attraktiv ist und allen Beschäftigten ermöglicht, ihr volles Potenzial einzubringen.
Die Kategorie „Innovationskultur in Technologieunternehmen“ richtet sich insbesondere an Unternehmen, die ihre Innovationskultur aktiv gestalten und weiterentwickeln. Dazu zählen etwa Programme zur Stärkung der Führungs- und Organisationskultur, die Einführung von Innovationsmanagementsystemen, moderne Arbeitszeit- und Karrieremodelle sowie mehr Möglichkeiten zur Mitgestaltung. Ebenso gefragt sind Maßnahmen, die Frauen für den Tech-Bereich gewinnen und auf ihrem Karriereweg begleiten, Qualifizierungs- und Sensibilisierungsangebote für mehr Vielfalt, Teilhabe und Gleichstellung sowie der Aufbau eines professionellen Diversitätsmanagements.
Wer kann einreichen?
Der Staatspreis Technologie spricht Akteurinnen und Akteure aus Forschung und Wirtschaft sowie Bedarfsträger:innen, Infrastrukturbetreiber:innen, Dienstleister:innen, zivilgesellschaftliche Initiativen sowie NGOs an.
Top-Jury bewertet die Einreichungen
Die Einreichungen für den Staatspreis für Technologie 2027 bewerten (in alphabetischer Reihenfolge): Horst Bischof (Rektor TU Graz), Christina Hirschl (CEO Silicon Austria Labs – SAL), Alexander Hochmeier (Vice President Information Technology & Security FACC AG), Gerlinde Macho (Gründerin MP2 IT-Solutions), Johanna Pirker (Prof. TU Graz und TU München, Mitglied im FORWIT (Rat für Forschung, Wissenschaft, Innovation und Technologieentwicklung)), Sonja Sheikh (ACR Geschäftsführerin, Mitglied im FORWIT), Michael Soder (Arbeiterkammer Wien), Theresia Vogel (selbständig, Mitglied im FORWIT) sowie Bernd Vogl (CEO Klima-und Energiefonds)
Hinweis
Einreichungen sind bis 16. Dezember 2026, 12:00 Uhr über eCall der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) möglich. Alle Informationen rund um die Einreichung (Ausschreibungsleitfaden, Link zum eCall der FFG) finden Sie unter bmimi.gv.at/staatspreis.