Österreich und Deutschland stärken europäische Bahnforschung

Mobilitätsminister Hanke und Deutschlands Verkehrsminister Bilger bei erstem bilateralem Austausch in Berlin. Innovation, Automatisiertes Fahren, Brenner und Luftverkehr im Fokus.

Mobilitätsminister Peter Hanke und Deutschlands Verkehrsminister Steffen Bilger
v.l.n.r.: Peter Hanke und Steffen Bilger beim gemeinsamen Austausch;
Foto: BMIMI / Tobias Holzer

Am Rande der InnoTrans in Berlin traf Mobilitätsminister Peter Hanke den deutschen Verkehrsminister Steffen Bilger zu einem ersten bilateralen Austausch. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Zukunft der europäischen Bahnforschung, gemeinsame Initiativen im Bereich der automatisierten Mobilität sowie aktuelle verkehrspolitische Herausforderungen. Beide Minister betonten die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Österreich und Deutschland.

Ein zentrales Thema war die Fortführung des Europe's Rail Joint Undertaking, der europäischen Partnerschaft für Forschung und Innovation im Bahnsektor. Das Programm läuft in seiner aktuellen Form 2027 aus. Österreich setzt sich im Sinne der Industriestrategie 2035 mit Nachdruck für eine Fortführung ein – auch Deutschland hat sich dazu klar positiv positioniert.

Hanke: „Die Schiene ist das Rückgrat eines klimafitten Europas“

„Die Fortführung des Europe's Rail Joint Undertaking ist Österreich und Deutschland ein gemeinsames Anliegen. Wenn wir mehr Menschen und Güter auf die Schiene bringen wollen, brauchen wir Innovation, die über Grenzen hinweg gedacht wird. Europäische Bahnforschung stärkt unsere Industrie, sichert gute Arbeitsplätze und bringt uns bei der Mobilitätswende entscheidend voran. Ich freue mich, dass wir hier mit Deutschland an einem Strang ziehen“, so Hanke im Anschluss an das Gespräch“, betont Mobilitätsminister Peter Hanke.

Automatisierte Mobilität: Innovation darf nicht an Staatsgrenze enden

Auch im Bereich der automatisierten Mobilität wollen Österreich und Deutschland künftig enger zusammenarbeiten. Hanke und Bilger betonten, dass es gemeinsame, grenzüberschreitende Initiativen braucht, um Forschung und Innovation in diesem Zukunftsfeld konsequent voranzutreiben. Automatisierte Mobilität kann einen wichtigen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit, einem besseren Angebot im öffentlichen Verkehr und einer effizienteren Nutzung der Infrastruktur leisten. Entscheidend ist dabei für Hanke, dass technologische Entwicklungen im Dienste der Menschen stehen und allen zugutekommen.

„Innovation endet nicht an der Staatsgrenze. Gerade bei der automatisierten Mobilität können wir gemeinsam mehr erreichen als jedes Land für sich. Mit Steffen Bilger hatte ich einen sehr guten, konstruktiven Austausch auf Augenhöhe. Wir sind uns einig, dass wir Forschung und Entwicklung in diesem Bereich gemeinsam und grenzüberschreitend vorantreiben wollen", so Hanke.

Luftfahrt und Brenner weitere Themen auf der Agenda

Darüber hinaus tauschten sich die beiden Minister zu weiteren verkehrspolitischen Themen aus, darunter die aktuellen Herausforderungen in der Luftfahrtbranche. Dabei betonte Hanke die Bedeutung eines starken, wettbewerbsfähigen europäischen Luftfahrtstandorts mit fairen Rahmenbedingungen – für die Beschäftigten ebenso wie für die Anbindung Österreichs an Europa und die Welt. Hanke betonte gegenüber Bilger auch die Bedeutung der alpenquerenden Bahnverbindungen, sowie die Situation der transitbelasteten Tirolerinnen und Tiroler.

Das Gespräch fand am Rande der InnoTrans in Berlin statt, die vom 22. bis 25. September 2026 als internationale Leitmesse für Verkehrstechnik Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verkehr zusammenbringt.