Brain-Inspired und Neuromorphic Computing in Österreich
Brain-Inspired Computing bezeichnet einen neuartigen Ansatz, bei dem Hardware-Architekturen und Algorithmen in Anlehnung an Prinzipien des biologischen Nervensystems und Gehirns entwickelt werden. Ziel ist es, Rechensysteme zu schaffen, die Informationen effizienter, adaptiver und robuster verarbeiten können als klassische Architekturen. Das Feld ist interdisziplinär und liegt an der Schnittstelle von Neurowissenschaften, Informatik und Ingenieurwissenschaften. Neuromorphic Computing ist darin der derzeit reifste Teilbereich: Es umfasst Hard- und Softwaresysteme, die zentrale Prinzipien biologischer Informationsverarbeitung technisch nachbilden – insbesondere spikende Neuronen, ereignisbasierte Kommunikation, lokales Lernen sowie eine engere Kopplung von Speicher und Berechnung.
Der vorliegende Abschlussbericht fasst die Ergebnisse der FFG-F&E-Dienstleistung NeuroShift zusammen, die im Auftrag des BMIMI von Fraunhofer Austria Research GmbH und dem Software Competence Center Hagenberg durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt des Vorhabens stand die Erarbeitung einer fundierten Grundlage zur Einschätzung aktueller Entwicklungen, Potenziale und Handlungsoptionen im betrachteten Themenfeld. Der Bericht soll dazu beitragen, technologische, wirtschaftliche und strategische Fragestellungen einzuordnen und mögliche nächste Schritte für zukünftige Maßnahmen abzuleiten.
Die Ergebnisse basieren auf der gemeinsamen Arbeit der Projektpartner sowie auf der Einbindung relevanter fachlicher Perspektiven aus Forschung, Anwendung und Industrie. Das konkrete methodische Vorgehen wird im entsprechenden Kapitel dieses Berichts dargestellt.
Alle Projektinformationen und den Ergebnisbericht finden Sie auf der Website der FFG