Investitionen in Bahninfrastruktur: Österreich mit 359 Euro pro Kopf im Spitzenfeld Europas Mobilitätsminister Peter Hanke: „Investitionen verbessern Angebot und stärken Standort“

Österreich investiert rund 1,6-mal so viel wie Deutschland. Die deutsche „Allianz pro Schiene“ erhebt jährlich die bundesseitigen Pro-Kopf-Investitionen in die Bahninfrastruktur in ausgewählten europäischen Ländern. Österreich lag 2025 mit 359 Euro pro Kopf im Spitzenfeld und damit deutlich vor Deutschland (222 Euro) sowie Italien (131 Euro). 

Laut Erhebung liegen nur die Schweiz mit 504 Euro pro Kopf und Luxemburg mit 622 Euro vor Österreich. Die bundesseitigen Investitionen Österreichs in die Bahninfrastruktur sind hauptsächlich im ÖBB-Rahmenplan abgebildet. Durch diesen wurden 2025 rund 3,23 Milliarden Euro in das heimische Schienennetz investiert. Darüber hinaus unterstützt der Bund über das Mittelfristige Investitionsprogramm (MIP) auch den Ausbau privater Regionalbahnen, in den 2025 rund 70 Millionen Euro flossen.

Mobilitätsminister Peter Hanke sieht darin ein klares Bekenntnis zur Bahn: „Der Vergleich macht deutlich: Österreich investiert jährlich enorme Summen, um die heimische Schieneninfrastruktur auszubauen und zu modernisieren. Mit 3,3 Milliarden Euro beziehungsweise 359 Euro pro Kopf gibt es kaum ein anderes Land in Europa, das derart umfassend investiert. Wir stehen zu diesem Kurs, denn er ist nicht nur entscheidend für das Gelingen der Mobilitätswende, sondern kurbelt auch die Konjunktur an. Jede investierte Milliarde im Rahmenplan löst rund 1,4 Milliarden Euro an Wertschöpfung aus und sichert 12.000 Jobs – wir verbessern also nicht nur das Angebot, sondern stärken auch den Standort.“

Wertschöpfung geht zu drei Viertel an heimische KMU

Die Investitionen in die Bahninfrastruktur stärken nicht nur das Mobilitätsangebot, sondern wirken sich auch positiv auf die österreichische Konjunktur aus. Jede Milliarde Euro aus dem ÖBB-Rahmenplan löst eine Wertschöpfung von rund 1,4 Milliarden Euro aus und sichert etwa 12.000 Arbeitsplätze im Land. Besonders profitieren kleine und mittlere Unternehmen in Österreich: Rund drei Viertel der gesamten Wertschöpfung entfallen auf KMU, die einen wesentlichen Beitrag zur Planung, Errichtung und Modernisierung der Bahninfrastruktur leisten. Somit sorgen die Investitionen in das Schienennetz für eine moderne Infrastruktur und stärken zugleich die regionale Wirtschaft und den Wirtschaftsstandort Österreich nachhaltig. Gleichzeitig stellen die hohen Investitionen auch einen wichtigen Faktor für die heimische Bahnindustrie dar, in der über 34.000 Menschen beschäftigt sind und jährlich rund 3 Milliarden Euro an Wertschöpfung generiert werden.

Österreich auch bei gefahrenen Bahnkilometern an der Spitze

Die hohen Investitionen in die Schieneninfrastruktur sind mit ein Grund dafür, dass die Österreicherinnen und Österreicher gerne mit der Bahn unterwegs sind. Laut VCÖ 2024 lag Österreich auch bei den gefahrenen Bahnkilometern pro Kopf weit vorne. So fuhr in diesem Jahr durchschnittlich jeder beziehungsweise jede 2.335 Kilometer mit der Bahn. Österreich rangiert damit vor Frankreich mit 1.720 Kilometern und Schweden mit 1.485 Kilometern. Lediglich die Schweiz liegt mit 2.630 gefahrenen Bahnkilometern pro Kopf vor Österreich.