Mobilität der Zukunft - Das FTI-Programm

Ex-post-Evaluierung und Wirkungsanalyse des Ausschreibungszeitraumes 2017-2021 

Mit dem Programm „Mobilität der Zukunft“ unterstützte das damalige Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit; heute BMIMI) die Erforschung und Entwicklung (F&E) von nachhaltigen, zukunftsfähigen Mobilitäts- und  Verkehrslösungen. Als missionsorientiertes Programm bildete es den zentralen nationalen Rahmen für gezielte Impulse im Bereich der angewandten Forschung zur Vereinbarkeit wirtschaftlicher, ökologischer und gesellschaftlicher Interessen im Mobilitätssektor. 

Die vorliegende Ex-post-Evaluierung wurde beauftragt, um die Wirksamkeit und Zielerreichung des Programmes zu überprüfen und Erkenntnisse für die wirkungsorientierte Gestaltung FTI-politischer Maßnahmen zu gewinnen. In den evaluierten Ausschreibungszeitraum 2017-2021 fallen 288 nationale und transnationale F&E-Projekte mit einem Fördervolumen von 138,8 Millionen Euro. Zur Wirkungsprüfung wurden umfangreiche Sekundär- und Primärdaten erhoben und mit einem neuen Methodenmix aus Regressionsanalysen, Netzwerkanalysen, qualitativen vergleichenden Analysen und Fallstudienanalysen ausgewertet. Die Analysen liefern ein detailliertes Bild der Bedingungen, unter denen FTI-politische Maßnahmen im Mobilitätsbereich hohe Hebel- und Lenkungswirkungen erzielen konnten. Die Evaluierung zeigt, dass im Rahmen des Programms bedeutende Schritte in Richtung einer wirksamen missionsorientierten FTI-Politik gemacht werden konnten: Die Programminterventionen entfalteten eine hohe Impuls- und Anreizwirkung und trugen zu einer verstärkten Ausrichtung der angewandten Mobilitätsforschung an gesellschaftlichen Herausforderungen bei. Die Unterstützung eines breiten Spektrums technologischer, sozialer und systemischer Lösungsansätze unter Verwendung vielfältiger FTI Instrumente stellte sicher, dass die Programmziele weitgehend erreicht werden konnten. Dem Programmmanagement aus BMIMI und FFG gelang es insgesamt, unterschiedliche Ziele und Herausforderungen ausgewogen zu adressieren – für eine Unterstützung der Umsetzung, Skalierung und Verwertung von Mobilitätslösungen war das Programm jedoch nicht optimal ausgestaltet. 

Aus den Analysen gehen vier Interventionsansätze zur Steigerung der Wirksamkeit hervor:  1) die konsequente Verbindung der Förderung von Fahrzeugtechnologien mit sozialen, organisationalen und systemischen Anpassungen; 2) die Hebelung von sozialen, organisationalen und systemischen Innovationen für die Adressierung von gesellschaftlichen Mobilitätsbedürfnissen; 3) die gezielte Stärkung von kritischen Funktionen von Innovationssystemen; 4) das Anstoßen von transformativen 
Veränderungen bei Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Der Bericht schließt mit Empfehlungen ab, wie diese Interventionsansätze mit bestehenden FTI-Instrumenten adressiert und wie auf organisationaler und institutioneller Ebene günstigere Voraussetzungen dafür geschaffen werden können.

KMU Forschung Austria und nexus – Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung im Auftrag des BMIMI (April 2026)

Evaluierung Mobilität der Zukunft (PDF, 4 MB)