Memorandum of Understanding zu Regionalbahnen Schulterschluss für leistungsfähige Mobilität und starken Wirtschaftsstandort

Mit einem Memorandum of Understanding setzen das Mobilitätsministerium, das Land Oberösterreich, die ÖBB sowie die Oberösterreichische Verkehrsholding einen weiteren entscheidenden Schritt zur Weiterentwicklung des regionalen Schienenverkehrs. Aufbauend auf bisherigen Vereinbarungen – vom Attraktivierungspaket 2019 bis zu den 15a-Vereinbarungen zur Regional-Stadtbahn Linz – bekennen sich alle Partner klar zu einem modernen, leistungsfähigen und zukunftsorientierten Bahnsystem.

Im Zentrum steht dabei ein gemeinsames Ziel: Die Schiene als Rückgrat eines effizienten, klimafreundlichen und wirtschaftlich starken Mobilitätssystems weiter auszubauen und damit die Lebensqualität der Menschen sowie die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Oberösterreich nachhaltig zu stärken. 

„Diese Vereinbarung ist ein starkes Bekenntnis zum Standort Oberösterreich und zur Mobilität der Zukunft. Wir investieren gezielt in moderne Bahnverbindungen, weil sie Lebensqualität sichern, Pendler entlasten und unseren Wirtschaftsraum stärken – anders gesagt: Die Lokalbahnen sind lebenswichtige Verkehrsadern für das Wirtschafts-, Arbeits- und Innovationsland Oberösterreich“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer.
Mobilitätsminister Peter Hanke hält fest: „Mit dieser Vereinbarung sichern wir die Zukunft des regionalen öffentlichen Verkehrs in Oberösterreich und schaffen gleichzeitig die Basis für deren gezielte Weiterentwicklung. Entscheidend ist dabei ein verlässliches und planbares Angebot für die Menschen in den Regionen. Klar ist auch: Attraktive Verbindungen müssen langfristig bestellt und finanziell abgesichert werden. Dieses Memorandum steht für partnerschaftliche Lösungen zwischen Bund, Land und ÖBB – und dafür, dass wir dort investieren, wo ein nachhaltiger und leistungsfähiger Betrieb gewährleistet werden kann.“
„Wir bringen zentrale Projekte auf Schiene – im wahrsten Sinn des Wortes. Die Einbindung der Regional-Stadtbahn, die Weiterentwicklung der Mühlkreisbahn und die Modernisierung bestehender Strecken sind entscheidende Schritte für ein funktionierendes Gesamtverkehrssystem in Oberösterreich“, unterstreicht Verkehrslandesrat Günther Steinkellner.
„Die Bahn ist das Rückgrat einer nachhaltigen Mobilität. Gemeinsam mit Bund und Land setzen wir gezielt Investitionen, um das Angebot für die Menschen in Oberösterreich weiter zu verbessern. Diese Vereinbarung schafft die Grundlage für eine moderne, leistungsfähige und zukunftssichere Schieneninfrastruktur“, so ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä.

Bestehende Strecken sichern und gezielt weiterentwickeln

Ein zentrales Element der Vereinbarung ist die klare Absicherung und Weiterentwicklung bestehender Regionalbahnen. Die Almtalbahn und die Hausruckbahn bleiben weiterhin Teil des ÖBB-Systems. Gleichzeitig werden gezielte Investitionen ermöglicht, die auf dem bewährten Förderschlüssel des Attraktivierungspakets 2019 basieren und mit dem Verkehrsdienstvertrag bis 2033 abgestimmt werden. Die Weiterentwicklung soll auf Basis einer langfristigen Finanzierungsvereinbarung erfolgen und den bestmöglichen Nutzen für Fahrgäste bieten.

Konkret wird das bereits vereinbarte Vorhaben der Elektrifizierung der Almtalbahn im Abschnitt Wels–Sattledt bekräftigt. Ebenso vorgesehen ist die Erneuerung der Traunbrücke im Raum Wels/Thalheim.  

Eine Einigung konnte auch zum Weiterbetrieb der Hausruckbahn in beiden Abschnitten erzielt werden. Die Vereinbarung sieht die Möglichkeit einer vorübergehenden Einrichtung eines Busangebots anstelle des Zugbetriebs vor, sofern technische Probleme mit hohem Investitionsbedarf auftreten sollten. Im Zusammenhang mit dem Bau der Neuen Innkreisbahn soll der weitere Zugbetrieb auf der Hausruckbahn geprüft werden.

Mühlkreisbahn: Perspektive für Übernahme und Modernisierung

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zukunft der Mühlkreisbahn. Die Verhandlungen über die angestrebte Übernahme durch das Land Oberösterreich beziehungsweise ein Unternehmen der OÖ Verkehrsholding werden intensiviert. Grundlage dafür ist eine umfassende Prüfung der infrastrukturellen, betrieblichen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Ziel ist es, eine tragfähige Grundlage für Investitionen und eine nachhaltige Attraktivierung der Strecke zu schaffen – als wesentlicher Baustein eines modernen Regional-Stadtbahn-Systems.

Regional-Stadtbahn Linz als Schlüsselprojekt

Besondere Bedeutung kommt der weiteren Umsetzung der Regional-Stadtbahn Linz zu. Die Einbindung in den Linzer Hauptbahnhof sowie in den Mühlkreisbahnhof stellt dabei einen zentralen Meilenstein für die Leistungsfähigkeit des gesamten Bahnnetzes dar. Die Vertragspartner haben sich darauf verständigt, diesen Schnittstellen besonderes Augenmerk zu widmen.