Österreich entwickelt Logistikstandortstrategie Bundesminister Hanke: „Österreichs Logistik muss auch in den kommenden Jahrzehnten Höchstleistungen erbringen“
Logistik umfasst sämtliche vor- und nachgelagerten Prozesse entlang der Wertschöpfungskette und bildet damit das Rückgrat einer funktionierenden Wirtschaft. Der Wirtschaftsstandort Österreich im Herzen Europas soll mit einer neuen Logistikstandortstrategie (LSS) gezielt gestärkt werden.
Österreichs Logistik ist es seit Jahrzehnten gewohnt, Höchstleistungen zu erbringen. Angesichts aktueller geopolitischer Entwicklungen passt die Branche ihre strategische Ausrichtung an, um auf die drängendsten Anforderungen der Zeit zu reagieren. Dabei stehen drei zentrale Herausforderungen im Fokus:
- der ausgeprägte Fachkräftemangel,
- die tiefgreifende technologische Transformation durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz sowie
- die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit im Sinne der ESG- Kriterien.
„Als Land im Herzen Europas kommt uns eine besondere Schlüsselrolle im Bereich der Wertschöpfungskette zu. Gerade vor dem Hintergrund geopolitischer Entwicklungen muss Österreichs Logistik auch in den kommenden Jahrzehnten Höchstleistungen erbringen. Die neue Logistikstrategie soll dazu einen Beitrag leisten", betont Bundesminister Peter Hanke.
Zehn Themenfelder als Fundament
Die Logistikstandortstrategie stützt sich auf zehn klar definierte Themenfelder, die den Kern dieser Strategie bilden. Sie umfassen ein breites Spektrum – von Ausbildung, Digitalisierung über Innovation bis hin zu Wertschöpfung und Sicherheit. Damit wird sichergestellt, dass die Strategie nicht nur einzelne Aspekte beleuchtet, sondern den gesamten Logistiksektor in seiner Vielfalt abdeckt.
Breite Einbindung und Beteiligungsprozess
Die Logistikstandortstrategie wird vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) gemeinsam mit Fachleuten, den Sozialpartnerorganisationen und Interessensvertretenden aus Wirtschaft und Branche entwickelt. Der Prozess startet mit einer breiten Beteiligung des Logistiksektors. Unternehmen, Verbände und Fachleute können Vorschläge einbringen, die anschließend von einem Begleitgremium geprüft und weiterentwickelt werden. Der partizipative Zugang garantiert Nachvollziehbarkeit, stärkt die Einbindung aller Akteure und hält die Strategie realitätsnah.
Umsetzung ab Juni 2026
Nach der offiziellen Vorstellung im Juni 2026 folgt der Umsetzungsprozess der Logistikstandortstrategie. Die zuvor definierten Maßnahmen werden Schritt für Schritt vom BMIMI gemeinsam mit der Logistikbranche realisiert. Ziel ist eine Strategie, die Österreich stärkt und den Standort langfristig wettbewerbsfähig macht. Gemeinsam wollen wir Logistik aktiv gestalten, zielgerichtet ermöglichen und positiv verändern.
Hinweis
- Weitere Informationen
- Kontakt: logistik@bmimi.gv.at.