Industriestrategie Österreich 2035: Gemeinsam Zukunft Produzieren
Mit der Industriestrategie legt die Bundesregierung eine Vision für die Zukunft und einen Plan für die sozial gerechte und ökologische Transformation der Industrie vor. Das Herzstück ist die erstmalige und klare Definition von neun Schlüsseltechnologien und Stärkefeldern.
Die Festlegung auf ausgewählte Schlüsseltechnologien und Stärkefelder ist auch ein klares Signal an Forschende und Unternehmen und geben Planungs- und Investitionssicherheit. Mit dem Fokus auf Schlüsseltechnologien und Stärkefelder werden gezielt jene Bereiche gefördert, in den Österreich bereits zur Weltspitze zählt oder das Potenzial dazu hat.
2,6 Milliarden Euro für neun Schlüsseltechnologien und Stärkefelder (2026-2029)
- Künstliche Intelligenz und Dateninnovation
- Chips, Elektronische Komponenten und Systeme
- Fortgeschrittene Produktionstechnologien und Robotik
- Quantentechnologie und Photonik
- Fortgeschrittene Werkstoffe (Advanced Materials)
- Life-Sciences & Biotech
- Energie- und Umwelttechnologien
- Mobilitätstechnologien
- Weltraum- und Luftfahrttechnologien
Ausbildung unserer Fachkräfte von morgen
Gut ausgebildete Fachkräfte sind das Fundament, um Schlüsseltechnologien zu erforschen, weiterzuentwickeln und einzusetzen. Mit den Maßnahmen der Industriestrategie 2035 im Bereich zukunftsorientierter Aus- und Weiterbildung kann das Industrieland Österreich seine Wettbewerbsposition weiter ausbauen und die Teilhabe der Beschäftigten am technologischen Fortschritt sichern.
Wir setzen im Bereich der Schlüsseltechnologien und Stärkefelder zur Unterstützung des qualitativen und quantitativen Fachkräfteangebots bewusst auf die Aus- und Weiterbildung sowie die Qualifizierung von Beschäftigten in der Industrie. Zudem werden in den Schlüsseletechnologien und Stärkefeldern neue Lehrberufe geschaffen. Entscheidend ist, dass von der Industriestrategie alle in unserem Land profitieren können.
Mobilitätstechnologien – Bahnland Österreich
Österreichs Bahnindustrie ist mit über 3 Milliarden Euro Wertschöpfung und einer Exportquote von 68 Prozent ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Bei den Pro Kopf-Ausgaben von 16,5 Euro für Forschung und Entwicklung (F&E) liegt unser Land in der EU auf Platz 1. Die österreichischen Unternehmen sind am Weltmarkt erfolgreich und hoch kompetitiv.
Der Anspruch von Innovations- und Mobilitätsminister Peter Hanke ist es, das Bahnland Österreich an die Spitze der exportorientierten Nationen der Welt zu führen. Die Senkung der Energiekosten für den Bahnstrom ab 1. Jänner 2027 verbessert die Rahmenbedingungen des Güter- und Personenverkehrs auf der Schiene und entlastet somit die Logistikkette der Industrie. Ziel ist es die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken und auf diese Weise die Rahmenbedingungen für den Güter- und Personenverkehrs auf der Schiene zu verbessern.
Die Industriestrategie stellt auch die Weichen für eine Logistikstandortstrategie. Durch Maßnahmen Bereich Digitalisierung, Klimaschutz, Ausbildung oder Innovation sowie gezielte Infrastrukturinvestitionen soll die Logistikbranche gestärkt und der Wirtschaftsstandort langfristig gesichert werden.
Etablierung „Made in Europe & Partner Countries“ als Leitprinzip im Förder- und Beschaffungswesen
Um sicherzustellen, dass österreichisches Steuergeld in der heimischen Industrie und damit in der heimischen Wertschöpfung gehalten wird, bestehende Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen werden, gehen wir neue Wege im Förder- und Beschaffungswesen. Dieses steht künftig unter dem Leitprinzip „Made in Europe & Partner Countries“ und stärkt damit auf heimischer und europäischer Ebene Wertschöpfung, Produktivität, Innovationstätigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Mit der Erarbeitung eines österreichischen Aktionsplans zur strategischen öffentlichen Beschaffung wird eine klare Handlungsanleitung für die öffentliche Verwaltung geschaffen.
„Mit der Industriestrategie verfolgen wir ganz konkrete Ziele: die klare Definition von Schlüsseltechnologien und Stärkefeldern zur Stärkung des Innovations- und Wirtschaftsstandorts Österreich, eine ‚Just Transition‘, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und das Vorantreiben unserer Klimaziele. Damit legen wir eine Vision bis 2035 vor und geben Planungs- und Investitionssicherheit,“ so Innovations- und Infrastrukturminister Peter Hanke.