Kollision Zug 29795 mit Zug 47001 GZ 2021-0.336.365

im Bahnhof Wien Süßenbrunn

Am 20. März 2017, um 19:41 Uhr, kollidierte der von Wolkersdorf kommende Schnellbahnzug Zug 29795 im Bahnhof Wien Süßenbrunn mit dem, in die gleiche Richtung fahrenden, von Breclav kommenden, Güterzug Zug 47001. Zug 29795 konnte vor dem „Halt“ zeigenden Ausfahrsignal „H21“ nicht anhalten und kollidierte auf Weiche 1 seitlich mit Zug 47001 (Flankenfahrt).

Es wurden bei dem Vorfall keine Personen verletzt oder getötet. Es kam zu erheblichen Schäden an den beteiligten Fahrzeugen. Der Oberbau wurde geringfügig beschädigt.

Ursache für die Kollision war die Signalüberfahrung des „Halt“ zeigenden Ausfahrsignals „H21“ durch Z 29795.

Beeinflussende Faktoren: Aufgrund der fahrzeugseitigen Ausstattung des Zuges 29795 mit dem Zugbeeinflussungssystem Punktförmige Zugbeeinflussung (PZB) 60 hatte der streckenseitig eingerichtete 500 Hertz PZB-Gleismagnet hinsichtlich einer angemessenen Annäherung auf das „Halt“ zeigende Ausfahrsignal „H21“, durch die unter der Überwachungsgeschwindigkeit liegenden erlaubten Höchstgeschwindigkeit, keine Überwachungsfunktion.

Ein möglicher Vorläufer für die Signalüberfahrung wäre eine Routinehandlung aufgrund einer gewohnten Erwartungshaltung wie im Kapitel 7 – Faktor „Mensch“ beschrieben. Das Ausfahrsignal „H21“ signalisierte bei Annäherung überwiegend die Signalstellung „Frei“.