Bell 206 B GZ 2025-0.028.520

im Toten Gebirge, Gemeinde Grundlsee, Steiermark

Der Pilot startete am 8. Februar 2008 um circa 7:56 Uhr mit dem Hubschrauber der Type Bell 206B auf dem Zivilflugplatz Wels (LOLW) zu einem nicht kontrollierten Flug nach Sichtflugregeln. Als Mindestbesatzung des Hubschraubermusters war ein:e Pilot:in vorgeschrieben. An Bord des Hubschraubers befand sich eine weitere Person, welche ebenfalls über eine Qualifikation als Hubschrauberpilot:in verfügte. Der Flug führte nach Süden über den Traunstein und weiter ins Tote Gebirge. Während des Fluges wurden Anflüge außerhalb eines Flugplatzes durchgeführt. Die Trasse der in nördlicher Richtung vom Grundlsee zum Albert-Appel-Haus verlaufenden Materialseilbahn „Appelhaus“ wurde um circa 8:26 Uhr auf südöstlichem Kurs überflogen. Um circa 8:30 Uhr kollidierte der Hubschrauber auf westlichem Kurs mit dem Tragseil der in der Sichtflugkarte ICAO 1:500.000 als unbefeuertes Hindernis erfassten Materialseilbahn. Das Luftfahrzeug kam circa 180–190 Metern westlich des Kollisionspunkts mit der Oberseite nach unten zum Liegen.

Beide Insassen erlitten tödliche Verletzungen. Der Hubschrauber wurde zerstört.

Die geplante Untersuchungsschritte umfassen die Erstellung des Entwurfs des Abschlussberichts, die Durchführung der Konsultation und des Stellungnahmeverfahrens und die Herausgabe von Untersuchungsberichten. Diese Liste ist nicht abschließend. Weitere Untersuchungsschritte können sich aus den ermittelten Sachverhalten, weiteren Informationen und erlangten Erkenntnissen ergeben.

[Die Untersuchungsschritte erfolgen gemäß Artikel 16 Absatz 1, 2 und 4 der Verordnung (EU) Nr. 996/2010, § 14 Absatz 1 in Verbindung mit § 21 Absatz 2 Unfalluntersuchungsgesetz (UUG) 2005 in der jeweils geltenden Fassung.]

Abschlussbericht „Bell 206 B“ (PDF, 13 MB)
erstellt am 1. September 2025