K8B GZ 85.259/0004-IV/SUB/ZLF/2019
auf einer Wiese, Gemeinde Wagrain-Mühltal, Tirol
Der/Die Pilot/Pilotin begann gegen 12:50 Uhr in einer Flughöhe von circa 750 Metern mit dem Direktanflug auf die begrünte Ackerfläche mit niedriger Bewuchs-Höhe. Der Endanflug erfolgte in südlicher Richtung mit Rückenwind im Seitengleitflug unter Zuhilfenahme der Bremsklappen. Das Segelflugzeug setzte mit einer Geschwindigkeit über Grund von circa 80 km/h in der Mitte der Wiese auf. Nach einer Rutschstrecke von circa 83 Meter war die Wiese von einer steil abfallenden, circa 10 Meter hohen Böschung begrenzt. Dem/Der Piloten/Pilotin gelang es nicht, das Segelflugzeug vor der Böschung zum Stillstand zu bringen. Das Segelflugzeug passierte mit einer Geschwindigkeit von circa 40–50 km/h die Geländekante und stieß beim Überfliegen von zwei angrenzenden Gemeindestraßen mit der linken Tragfläche gegen eine Straßenlaterne. Beim Zusammenstoß wurde die linke Tragfläche mittig durchtrennt und die Straßenlaterne stürzte um. Das Segelflugzeug gierte nach links und schlug mit dem Leitwerk voran auf einer angrenzenden Wiese auf, wo es circa 46 Meter von der Geländekante entfernt zum Stillstand kam.
Der/Die Pilot/Pilotin zog sich eine schwere Verletzung der Wirbelsäule zu, das Luftfahrzeug wurde zerstört.
Wahrscheinliche Ursache ist spätes Aufsetzen auf der Außenlandewiese.
Abschlussbericht „K8B“ (PDF, 8 MB)
erstellt am 22. April 2020