EA-300/200 GZ BMVIT-85.208/0001-IV/SUB/ZLF/2018
am Flughafen Innsbruck, Tirol
Am Unfalltag um 9:37 Uhr startete der Pilot mit seinem Luftfahrzeug vom Flughafen Innsbruck zu einem Kunstflug-Trainingsflug. Während des Fluges meldete der Pilot bei Innsbruck Turm Ruderprobleme, möglicherweise ein gerissenes Steuerseil der rechten Seitenruderanlenkung und äußerte die Befürchtung, das Luftfahrzeug bei der Landung nicht auf der Piste halten zu können. Die Flughafenfeuerwehr wurde alarmiert und die Landebereitschaft wurde hergestellt. Nach dem Aufsetzen auf Piste 08 des Flughafens Innsbruck um 10:10 Uhr konnte das Luftfahrzeug nicht auf der Piste zum Anhalten gebracht werden und kam nach links über den Pistenrand ab. Das Luftfahrzeug kam im nördlichen Sicherheitsstreifen zum Stehen, nachdem der rechte Fahrwerksbügel gebrochen war. Die Erstversorgung des (letztendlich unverletzten) Piloten durch Sanitätswache Flughafen wurde veranlasst. Nach Rücksprache mit der Such- und Rettungszentrale der Austro Control GmbH (RCC) wurde um 10:35 Uhr mit der Bergung des Luftfahrzeuges begonnen. Es wurde in einen Hangar verbracht. Der Flughafen Innsbruck war für 53 Minuten gesperrt.
Niemand wurde verletzt. Das rechte Fahrwerksfederbein war abgeknickt, die rechte Flügelunterseite war beschädigt, der „Siding Level device“ an der rechten Tragflächenspitze war gebrochen. Das rechte Seitenrudersteuerseil war im Bereich der hinteren Führung im Rumpf gerissen. Es entstand geringer Flurschaden im Sicherheitsstreifen. Das Pistenrandfeuer Nummer 47 war im Zuge des Feuerwehreinsatzes überfahren worden.
Das Abkommen von der Piste nach Landung wurde wahrscheinlich durch einen unentdeckten Vorschaden am rechten Seitenruder-Steuerseil, sowie einem Riss des rechten Seitenruder-Steuerseils im Flug verursacht.
Abschlussbericht „EA-300/200“ (PDF, 1 MB)
erstellt am 10. April 2018