Schweizer S-269C GZ 2022-0.673.534
in der Nähe Stadl 19, Gemeinde Engelhartszell, Oberösterreich
Der Unfall ereignete sich am 17. August 2017 um 8:41 Uhr im Bereich der Ortschaft Stadl. Der Pilot und die Passagierin nahmen während des Flugs außergewöhnliche Motorgeräusche wahr. Diese waren mit einem Leistungsverlust des Triebwerkes verbunden, worauf der Pilot entschied, eine Autorotation einzuleiten. Wegen einer Grünschnittanhäufung, die als Hindernis in der Landefläche wahrgenommen wurde, entschied der Pilot, die Landung auf das östlich angrenzende Feld auszudehnen, um dort eine Rutschlandung zu vollziehen. Das Luftfahrzeug berührte circa 30 Meter westlich der Grünschnittanhäufung den Untergrund mit einer Ausrichtung von circa 110 Grad. Danach rutschte der Hubschrauber circa 40 Meter am Untergrund und kam auf der rechten Seite liegend zum Stillstand.
Der Pilot konnte das Luftfahrzeug selbstständig und unverletzt verlassen, die Passagierin war eingeklemmt und wurde schwer verletzt. Das Luftfahrzeug wurde zerstört.
Der Unfall ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Leistungsverlust des Triebwerkes auf Grund einer losen oberen Zündkerze des Zylinder Nummer 3 zurückzuführen. Die Ursache der Lockerung der Zündkerze konnte nicht verifiziert werden. Eine in Längsrichtung verlaufende Unebenheit in der Notlandefläche ermöglichte keine unfallfreie Notlandung.
Abschlussbericht „Schweizer S-269C“ (PDF, 9 MB)
erstellt am 26. September 2022