Eurocopter AS 355F1 GZ 2023-0.844.157

circa 750 Meter nordnordöstlich von Flaurling, Gemeinde Flaurling, Tirol

Während des Fluges wurden die Vibrationen der Hauptrotoren gemessen, welche im zulässigen Bereich lagen. Danach wurde mit dem Leistungstest der beiden Triebwerke fortgefahren. Nach dem erolgreichen Power-Check des Triebwerks Nr. 2 wurde selbiger am Triebwerk Nr. 1 durchgeführt. Dabei kam es plötzlich zu starken Vibrationen, zu einem schlagenden Geräusch und der Hubschrauber gierte kurzzeitig um die Hochachse. Der Pilot entschloss sich daraufhin zu einer Autorotationslandung und ersuchte den mitfliegenden Luftfahrzeugwart, die beiden Triebwerke abzustellen, was dieser umgehend durchführte.

Die Autorotationslandung erfolgte auf einer in Flugrichtung leicht abfallenden Wiese. Die Landefläche war seitlich einerseits durch eine Stromleitung und andererseits durch Geleise und eine Oberleitung begrenzt.

Das Luftfahrzeug war zum gegenständlichen Zeitpunkt mit Schneekufen ausgerüstet. Diese verfingen sich unmittelbar nach der Landung im weichen Boden und gruben sich ein. Daraufhin berührte der Bug des Hubschraubers den Boden und in weiterer Folge schlug ein Rotorblatt in den Boden. Das Luftfahrzeug überschlug sich und kam auf der linken Seite in seiner Endlage zum Liegen. Die beiden Insassen blieben bei dem Unfall unverletzt.

Detailuntersuchungen am Antriebsstrang beziehungsweise der neu eingebauten Combiner Gearbox des Hubschraubers ergaben Anzeichen von Durchrutschen der linken Freilaufkupplung unter Last. Ähnliche Spuren waren auch an der rechten Kupplung sichtbar, jedoch waren diese nur schwach ausgeprägt. Mehrere Ein- und Auskuppelvorgänge wurden als ursächlich für diesen Schaden und in weitere Folge für das Unfallgeschehen angesehen.

Hinweis

Die gegenständliche Untersuchung wurde mit einem vereinfachten Untersuchungsbericht gemäß § 11 Absatz 4  Flugunfall-Untersuchungs-Gesetzes FlUG (RIS) abgeschlossen.