MD 520N GZ 2023-0.247.849
am Betriebsgelände eines Privatunternehmens, Gemeinde Ferlach, Kärnten
Gemäß den Angaben des Piloten und der Passagiere hatte der Pilot den Hubschrauber nach dem Anlassen des Triebwerks von dem Landegestell abgehoben. In einer Höhe von circa 20 Zentimetern (cm) über dem Landegestell, daher circa 50 cm über dem Boden, begann sich das Luftfahrzeug unmittelbar nach dem Abheben im Uhrzeigersinn um seine Hochachse zu drehen. Da der Pilot diese Drehung nach circa zwei bis drei Umdrehungen nicht beenden konnte, versuchte er, den Hubschrauber wieder zu landen.
Der Hubschrauber setzte dabei härter auf als üblich und wurde dadurch erheblich beschädigt. Der Pilot sowie seine beiden Passagiere blieben dabei unverletzt.
Der Hubschrauber wurde nach dem Vorfall untersucht, wobei keinerlei vorbestandene technische Mängel festgestellt werden konnten. Das Wetter hatte keinen Einfluss auf den Unfallverlauf. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Situierung der Hallen, des Flugdaches sowie der Mauern nahe rund um das Luftfahrzeug aerodynamische Einflüsse hatten, welche die Drehung um die Hochachse beziehungsweise den Verlust der Wirksamkeit des Notars (Drehmomentausgleich des Hubschraubers anstatt eines Heckrotors), beeinflussten.
Hinweis
Die gegenständliche Untersuchung wurde mit einem vereinfachten Untersuchungsbericht gemäß § 11 Absatz 4 Flugunfall-Untersuchungs-Gesetzes FlUG (RIS) abgeschlossen.
Vereinfachter Untersuchungsbericht „MD 520N“ (PDF, 3 MB)
erstellt am 6. April 2023