Ausgabe 70: DIVERSE Unterschiede zwischen Männern und Frauen im Fahrzeug-Insassenschutz
Die Studie untersucht Unterschiede im Insassenschutz zwischen Männern und Frauen bei Pkw-Unfällen in Österreich. Analysiert wurden Unfalldaten (2012–2024) sowie rekonstruierte Unfälle aus der CEDATU-Datenbank.
Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen ein deutlich höheres Verletzungsrisiko als Männer haben – besonders als Beifahrerinnen und in höheren Altersgruppen. Ihr Risiko, verletzt zu werden, ist etwa 1,6-mal höher. Frauen erleiden zudem bereits bei geringeren Kollisionsgeschwindigkeiten im Vergleich zu Männern schwere Verletzungen. Frauen verletzen sich vor allem am Thorax, Wirbelsäule und Armen. Simulationen mit Menschmodellen zeigten, dass Sitzposition und Gurtkraftbegrenzer einen großen Einfluss auf das Verletzungsrisiko haben.
Eine Variation der Sitzposition sollte daher in zukünftigen Evaluierungen mitberücksichtigt werden. Künftige Fahrzeugsicherheitssysteme sollten besser auf unterschiedliche Körperformen und Sitzpositionen abgestimmt werden. Außerdem werden adaptive Gurtkraftbegrenzer und mehr Aufklärung über richtige Sitzhaltung und Kleidung empfohlen.
VSF kompakt Ausgabe 70 (PDF, 410 KB)
Zur Ausgabe 70 von „VSF kompakt“ der dazu passend Forschungsband 103: DIVERSE Unterschiede zwischen Männern und Frauen im Fahrzeug-Insassenschutz