Band 103: DIVERSE Unterschiede zwischen Männern und Frauen im Fahrzeug-Insassenschutz  VSF-Forschungsarbeit

Die Studie untersucht Unterschiede im Insassenschutz zwischen Männern und Frauen bei PKW-Unfällen in Österreich. Analysiert wurden Unfalldaten (2012–2024) sowie rekonstruierte Unfälle aus der CEDATU-Datenbank.

Titelbatt "Band 103"

Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen ein deutlich höheres Verletzungsrisiko als Männer haben – besonders als Beifahrerinnen und in höheren Altersgruppen. Ihr Risiko, verletzt zu werden, ist etwa 1,6-mal höher. Frauen erleiden zudem bereits bei geringeren Kollisionsgeschwindigkeiten im Vergleich zu Männern schwere Verletzungen. Sie verletzen sich vor allem im Bereich des Thorax, Wirbelsäule und oberen Extremitäten. Simulationen mit Menschmodellen zeigten, dass Sitzposition und Gurtkraftbegrenzer einen großen Einfluss auf das Verletzungsrisiko haben.

Eine Variation der Sitzposition sollte daher in zukünftigen Evaluierungen mitberücksichtigt werden. Künftige Fahrzeugsicherheitssysteme sollten besser auf unterschiedliche Körperformen und Sitzpositionen abgestimmt werden. Außerdem werden adaptive Gurtkraftbegrenzer und mehr Aufklärung über richtige Sitzhaltung und Kleidung empfohlen.